Mit Ecken und Kanten
Überforderte Eltern – mit ihrem Erziehungs-Latein komplett am Ende – schicken ihre Kinder für 14 Tage zu einer fremden Familie: Weit weg von zu Hause, in einer unbekannten Kultur und unter den Fittichen anderer Eltern sollen die Teenager ihr Verhalten ändern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Heranwachsenden mit ungewohnten Traditionen, nie dagewesener Strenge und außergewöhnlichen Aufgaben konfrontiert. Kinder gucken die Reality-Sendung, weil sie sich einen Einblick davon erhoffen, wie es in anderen Familien zugeht. Besonders interessiert schauen sie hin, wenn bei den Erziehungs-Experimenten komplett unterschiedliche Welten aufeinander prallen.
Die pädagogische Orientierung
In dem Absatz nach dem
wird durch einen „pädagogischen Hinweis“ verdeutlicht, welche Aspekte der Sendung Ecken und Kanten bergen:
Bei dem Reality-Format stehen emotionale Ausnahmesituationen auf der Tagesordnung. Wegen der intendierten Kulturschocks bei „Die strengsten Eltern der Welt“ werden die Zuschauer nicht selten Zeugen von Gefühlsausbrüchen und Konfliktsituationen: Bei ihren Schwierigkeiten mit den unbekannten Lebensweisen und der geforderten Disziplin geraten die Teenager nicht selten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Stets mit von der Partie ist dabei die Kamera: Das öffentliche Präsentieren von intimen Situationen, individueller Schwäche und Gefühlschaos kann einem verzerrten Welt- und Menschenbild Vorschub leisten.
Sendungen mit ähnlichem Charakter:
- Frauentausch (RTL II)
- Schluss mit Hotel Mama (Kabel1 – läuft im Moment nicht)
- Die Super Nanny (RTL – läuft im Moment nicht)