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FAQ

Wie viel Fernsehen darf sein?

Ist die Rubrik "Kinder finden's prima" eine Empfehlung?

Warum heißt die Rubrik "Für Kinder schwer verdaulich" jetzt "Nicht für Kinder"?

Warum finde ich nicht alle aktuellen Sendungen des KI.KA im FLIMMO?

Warum finde ich manche Sendungen nicht im FLIMMO?

Warum sagt FLIMMO nicht einfach, was sich Kinder anschauen sollen und was nicht?

Eignet sich das Fernsehen als Erziehungsinstrument?

Wie wichtig sind Eltern als Vorbilder?

Sind Fernsehnachrichten für Kinder geeignet?

Wie sollte die Fernseherziehung bei jüngeren Kindern aussehen?

Wie kommt man mit Kindern über das Fernsehen ins Gespräch?


Wie viel Fernsehen darf sein?

Kinder zwischen drei und dreizehn Jahren schauen im Durchschnitt etwa eineinhalb Stunden am Tag fern. Die Jüngeren in der Regel weniger, die Älteren mehr. Wie viel Fernsehen für ein Kind zuviel ist, lässt sich nicht unbedingt in Stunden und Minuten ausdrücken. Wenn aber das Fernsehen zur bestimmenden Freizeitbetätigung wird, wenn sich Erzählungen und Gespräche nur noch um Fernsehsendungen oder -helden drehen, dann ist es höchste Zeit, den ‚Vielsehern' Grenzen zu setzen. Anregende Alternativen im ‚echten Leben' sind dabei immer noch der beste Weg.
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Ist die Rubrik "Kinder finden's prima" eine Empfehlung?

Die Rubrik "Kinder finden's prima" enthält nicht nur pädagogisch wertvolles oder qualitativ hochwertiges Programm. Die Rubrik verweist auf Sendungen, die Kinder begeistern und die für das Gros keine Schwierigkeiten bergen. Das können durchaus auch Angebote sein, die Kindern außer Spaß und Spannung nichts weiter zu bieten haben. Und es sind oft Sendungen, die nicht dem Geschmack der Erwachsenen entsprechen.
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Warum heißt die Rubrik "Für Kinder schwer verdaulich" jetzt" Nicht für Kinder"?
Um den Charakter der dritten Rubrik noch deutlicher zu machen, wurde "Für Kinder schwer verdaulich" in "Nicht für Kinder" umbenannt. Damit tragen wir zwei Entwicklungen Rechnung: Erstens dem Umstand, dass einige Formate und Darstellungsformen im Fernsehen "heftiger" ausfallen, als noch zu den Anfängen des FLIMMO vor mittlerweile zehn Jahren. Und zweitens der Tatsache, dass zunehmend mehr Kinder alleine vor dem Fernseher sitzen, sei es, weil die Eltern berufstätig sind, sei es, weil im Kinderzimmer ein eigenes Fernsehgerät steht. "Nicht für Kinder" unterstreicht, dass Sendungen dieser Rubrik Kindern vorenthalten werden sollten. Werden die Mädchen und Jungen trotzdem damit konfrontiert, brauchen sie die Unterstützung von Erwachsenen, um das Gesehene zu verarbeiten.
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Warum finde ich nicht alle aktuellen Sendungen des KI.KA im FLIMMO?
Der Kinderkanal von ARD und ZDF, KI.KA, bietet Kinderprogramm, das - davon ist auszugehen - den Voraussetzungen von Kindern zwischen drei und 13 Jahren entgegenkommt. Deshalb wird der KI.KA im FLIMMO anders behandelt als die anderen Sender: Ausführliche Texte stellen ausgewählte, außergewöhnliche, neue und besondere Sendungen vor - im FLIMMO-Online finden Sie alle 14 Tage zwei bis drei Texte, in der FLIMMO-Broschüre pro Ausgabe drei Beiträge zu Sendungen aus dem KI.KA-Programm.
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Warum finde ich manche Sendungen aus dem aktuellen Fernsehprogramm nicht im FLIMMO?
FLIMMO hat nicht alle Fernsehsender im Blick, sondern die folgenden: ARD, ZDF, RTL, SuperRTL, SAT.1, PRO 7, Kabel 1 und RTL II sowie den öffentlich-rechtlichen Kinderkanal, KI.KA, von ARD und ZDF, der allerdings besonders behandelt wird (s. Erklärung oben).
Es kann vorkommen, dass Sendungen im FLIMMO vorübergehend nicht berücksichtigt werden können, weil bis zur Erstausstrahlung nicht die benötigten Informationen und Sichtungsmaterial vorliegen, um die Relevanz der Sendung einzuschätzen, die Sicht der Kinder zu beschreiben oder eine Einordnung in die drei Rubriken vorzunehmen. Sobald das benötigte Material vorhanden ist, werden regelmäßige Sendungen wie Zeichen- und Realserien usw. eingeschätzt und online veröffentlicht.

Manche Sendungen werden im FLIMMO generell nicht berücksichtigt: Dazu gehören reine Musiksendungen, aber auch Sportsendungen, Politische Talkrunden, Wahlberichterstattung.
Andere Sendungen wiederum werden deshalb nicht in eine Rubrik geordnet, weil sie keine Relevanz für Kinder haben wie etwa Koch- oder Heimwerkersendungen, Frühstücksmagazine, alte Westernfilme und andere: In der Rubrik Frust & Langeweile unter FLIMMO hilft durchblicken wird erklärt, warum Kinder mit solchen und anderen Sendungen nichts anfangen können.
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Warum sagt FLIMMO nicht einfach, was sich Kinder anschauen sollen und was nicht?

Kinder haben ihren eigenen Kopf, auch und gerade in punkto Fernsehen. Eine Fernseherziehung, die Aussicht auf Erfolg haben will, muss diesem Umstand ebenso viel Gewicht geben wie den Sorgen, die sich Eltern wegen des Fernsehkonsums ihrer Kinder machen. FLIMMO setzt deshalb an der Sichtweise der Kinder an und zeigt, wie sie Fernsehangebote erleben und wie Eltern den Umgang mit dem Fernsehen sinnvoll steuern können. Die Entscheidung über das alltägliche erzieherische Handeln kann
FLIMMO den Eltern nicht abnehmen.

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Eignet sich das Fernsehen als Erziehungsinstrument?

Fernsehen eignet sich weder als Belohnung noch als Strafe. Die Flimmerkiste wird sonst viel zu wichtig im Gefühlsleben der Kinder. Auch wenn die Fernsehlust der Mädchen und Jungen mal wieder unersättlich erscheint: Statt eines generellen Fernsehverbots sollte man gemeinsam mit den Kindern feste Regeln aushandeln. Ob das „Zeitkontingente“ sind oder ob es andere Möglichkeiten gibt, hängt vom Alter und der jeweiligen Familiensituation ab.
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Wie wichtig sind Eltern als Vorbilder?

Die Vorbildfunktion von Eltern und anderen Bezugspersonen ist nicht zu unterschätzen. Wer den Fernseher zum Mittelpunkt des Familienlebens macht und den Kindern keine Alternativen zum Medienkonsum bietet, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Nachwuchs das Fernsehen zu wichtig nimmt.
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Sind Fernsehnachrichten für Kinder geeignet?

Die Nachrichten des Erwachsenenprogramms sind für Kinder keine geeignete Fernsehkost. Vor allem grausige Szenen von Kriegen und Katastrophen überfordern sie, der Informationsgehalt erschließt sich ihnen kaum. Zu empfehlen sind dagegen Kindernachrichten wie „logo“ (ZDF) und „neuneinhalb“ (ARD), die das Zeitgeschehen altersgerecht aufbereiten: anschaulich, verständlich und vor allem ohne blutige Bilder.
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Wie sollte die Fernseherziehung bei jüngeren Kindern aussehen?

Gerade jüngere Kinder sind auf elterliche Begleitung und Zuwendung beim Fernsehen angewiesen. Sie brauchen ihrem Alter angemessene Angebote, die sie nicht überfordern oder verunsichern. Deshalb ist es besonders bei den Vor- und Grundschulkindern wichtig, altersgerechte Sendungen auszuwählen und für Erklärungen zur Verfügung zu stehen. Ältere Kinder sind zwar schon selbstständiger und verstehen mehr, allerdings sollte man trotzdem darüber Bescheid wissen, was sie anschauen, und gegebenenfalls eingreifen.
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Wie kommt man mit Kindern über das Fernsehen ins Gespräch?

Verbote, Miesmachen und Unverständnis sind keine guten Methoden, den Kindern die Vorlieben für „ihr“ Programm auszureden. Lassen sie sich stattdessen erklären, was die Mädchen und Jungen an ihrem Lieblingsprogramm fasziniert, denn erst mit einem Quäntchen Insiderwissen sind Gespräche über das Fernsehen Erfolg versprechend – erst recht, wenn es um die problematischen Seiten des TV-Konsums der Kinder geht.
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